Against Trafficking

Kampf gegen den Menschenhandel

Der Menschenhandel (trafficking in human beings) stellt im heutigen Europa ein grosses Problem dar: Schätzungen zufolge sind ungefähr 2,5 Millionen Menschen von dieser modernen Form der Sklaverei betroffen.

Die Betroffenen – Männer, Frauen und Kinder – werden mit falschen Versprechungen in Bezug auf eine Ausbildung oder Arbeitsstelle im eigenen oder in einem anderen Land geködert. Sie verlassen ihr Zuhause und ihre Familie, nur um danach sexuell ausgebeutet zu werden oder unter zum Teil unmenschlichen Bedingungen Zwangsarbeit in Industrie, Landwirtschaft oder Privathaushalten zu leisten.

Der Menschenhandel untergräbt sämtliche Werte des Europarats, daher setzt sich dieser seit den Achtzigerjahren aktiv für seine Bekämpfung ein. Ein erstes Zwischenziel wurde erreicht, als 2008 die Konvention zur Bekämpfung des Menschenhandels in Kraft trat. Dabei handelt es sich um das erste rechtlich verbindliche Instrument in Europa zur flächendeckenden Bekämpfung des Problems.

Seine Kampagne gegen Menschenhandel lancierte der Europarat im Zusammenhang mit dieser Konvention: Unter anderem wurden im Rahmen einer ganzen Reihe von Seminaren in denjenigen Mitgliedstaaten, die besonders vom Menschenhandel betroffen sind, rechtliche, technische und soziale Massnahmen im Kampf gegen den Menschenhandel diskutiert und koordiniert.

Comic: „Du bist keine Ware“

Im Zusammenhang mit der Kampagne wurde unter anderem auch ein Comic verfasst, das als Präventivmassnahme in einigen besonders vom Menschenhandel betroffenen Mitgliedstaaten verteilt wurde, um die Öffentlichkeit auf das Problem aufmerksam zu machen.

 

Infos unter: www.coe.int/trafficking


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Bilder © CoE